Die Hüft- und Kniegelenke gehören zu den am stärksten belasteten Gelenken. Bei jedem Treppensteigen müssen beide Gelenke für Bruchteile von Sekunden das Mehrfache des eigenen Körpergewichts tragen. So belastete Gelenkflächen unterliegen deshalb ganz besonderem Verschleiß. Wenn dann der Körper nicht mehr in der Lage ist, die Schäden selbst zu reparieren, kommt es zur fortschreitenden Gelenk- Arthrose. Und leider auch zu erheblich negativen Begleiterscheinungen wie Bewegungseinschränkung und Schmerz.

Die Ursachen der Verschleißerkrankungen an den Gelenken sind vielfältig und oft im Einzelfall nicht abzuklären. Es können Spätfolgen eines Unfalls oder veranlagungsbedingte Fehlformen des Gelenkaufbaus sein. Aber auch eine Minderwertigkeit des Knorpel- und Knochengewebes oder eine Grunderkrankung wie Rheumatismus.

Immer kommt es dabei zur Abnutzung der aufeinander gleitenden Gelenkflächen. Beide Gelenkpartner besitzen eine Knorpelschicht, sie bilden die Gleitfläche. Diese von Natur aus sehr glatte, gleitfähige Oberfläche wird zusätzlich noch mit körpereigener Gelenkflüssigkeit (Synovial-Flüssigkeit) geschmiert. Unter normalen Bedingungen bleiben diese Gleitflüchen bis ins hohe Alter intakt. Kein von Menschenhand geschaffenes mechanisches Gelenk erreicht auch nur annähernd die Perfektion eines biologischen Gelenks. Allein Knorpel und Synovial-Flüssigkeit reduzieren den Reibungswiderstand auf nahezu Null. Tritt dennoch ein Gelenkverschleiß ein, so wird diese Knorpelschicht nach und nach abgerieben. Bis schließlich der Knochen völlig frei liegt, so dass im Endstadium Knochen auf Knochen reibt.

Der Aufbrauch der Knorpelschicht verursacht Schmerzen, die sich dermaßen steigern können, dass der Patient das betroffene Gelenk überhaupt nicht mehr belasten kann.


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Die Arthrose gilt heute als Volkskrankheit. In Deutschland werden schätzungsweise 600.000 Patienten jährlich in Krankenhäusern wegen Arthropathien und Osteopathien stationär behandelt.

Bei den niedergelassenen Ärzten gehen rund 43 Millionen Arzt-Patienten-Kontakte auf das Konto des Krankheitsbildes Arthrose. Das bedeutet: Mindestens zwei Millionen ambulant behandelte Patienten benötigen Hilfe. Die jährlichen Gesamtkosten für die Arthrosebehandlung inklusvie der Rehabilitation, Arbeitsunfähigkeitskosten und Erwerbsunfähigkeitsrenten liegen deshalb in Deutschland bei mehr als zehn Milliarden Euro.
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