Im Bereich der Unfallchirurgie behandeln wir Brüche (Frakturen) der Extremitäten sowie Risse (Rupturen) von Sehnen. Wir verwenden alle modernen Verfahren der operativen und nicht-operativen Techniken. Besonders wichtig ist es, die entstandenen Verletzungen schnell und möglichst weichteilschonend und übungsstabil zu versorgen. So kann die anschließende Heilung schnell und komplikationsfrei verlaufen und die Chance erhöht werden, eine normale und uneingeschränkte Funktion wiederherzustellen. Zusätzlich führen wir nach erfolgreicher Heilung von Brüchen die Entfernung von einliegenden Implantaten durch.

Bei einer Fraktur ist der Knochen in seiner Kontinuität unterbrochen und in zwei oder auch mehrere Fragmente zerteilt. Ein unverschobener Bruch heilt meistens durch eine Ruhigstellung (Gips) aus. Sind die Fragmente jedoch verschoben, müssen die einzelnen Bruchstücke im Zuge einer Operation wieder anatomisch eingepasst und dann entsprechend stabilisiert werden. Hier verwenden wir Platten, Marknägel, Schrauben und Knochendrähte. Bei einer Ruptur ist die Sehne in der Kontinuität unterbrochen und die normalerweise unter einer leichten Vorspannung stehenden Sehnenenden zerrissen und zurückgezogen (vergleichbar einem Gummiband). Hier müssen die Sehnenenden durch eine besondere Nahttechnik wieder angenähert und miteinander verbunden werden. 

Die Behandlungen erfolgen im Rahmen eines stationären Aufenthaltes, die Dauer richtet sich nach der Schwere des Eingriffes. Oft ist eine mehrwöchige Entlastungs- und Schonungsphase nötig, die  für jeden Patienten individuell festgelegt wird. Zur Entlastung der versorgten Strukturen werden leichte Kunststoffgipse (Cast) oder auch Bandagen (Orthesen) verwendet.


Chefarzt Dr. Jan Hennings

Leitung der Unfallchirurgie